“Geh wohin Dein Herz Dich trägt!”

gab mir meine Mutter mit auf meinen Weg.

Damit wurde in mir eine Hirnschleife vor und nach dem Abitur aktiviert. Mir wurde bewusst, wie wichtig es wird, die richtigen Weichen für meinen Weg zu stellen. Gleichzeitig spürte ich eine tiefe Dankbarkeit. Diese Erlaubnis zum eigenen Ich und zur ureigenen Intuition. Ein größeres Geschenk können Eltern ihren Kindern wohl kaum machen.

Klärung nötig. Eine bewusste Entscheidung treffen ebenso!

KOPFENTSCHEIDUNG (Status) oder HERZENTSCHEIDUNG (Interessen geleitet)?

So geht die Geschichte weiter:

Ich machte den Medizinertest in Marburg. Die Uni Marburg (2 Psychologen und 1 Mediziner, die mir einen Keks zum Kaffee anboten) stellte mir im Auswahlverfahren eine zentrale Frage: “Warum wollen Sie Medizin studieren?” Meine Antwort kam prompt und 100% aus dem Herzen: “Ich will etwas be-wirken auf dieser Welt und nicht nur wirken!” Kurz nach diesem für mich ersten, erlebten Auswahlverfahren im Assessment-Center bekam ich die Zusage! Dies zu einem Zeitpunkt, an welchem ich schon 1 Semester in Tübingen für sowohl Lehramt (Romanistik & Germanistik), als auch auf Magister für Allgemeine Rhetorik und deutsche Sprachwissenschaft eingeschrieben war.

Schon seit meinem 17. Lebensjahr faszinierte mich die angewandte Rhetorik und das mündliche Wort. Doch hier ging es (leider!) mehr um Wirkung; weniger darum, wirklich etwas be-wirken zu können. Um es kurz zu machen: Ich blieb in Tübingen. Doch ich änderte mein “inneres Ziel”!

Mein neues Ziel:

  • Ich wollte mir weiterhin treu bleiben: be-wirken statt nur wirken!
  • Inhalte selbst schaffen, statt nur zu übernehmen.
  • Wissen überprüfen, ob es den Praxistest besteht.
  • Eigene Thesen in den Raum stellen und lernen, echte Dialoge zu führen, die über
  • Interessen gehen statt über Positionen.

Daher studierte ich interdisziplinär. Ich fraß wie die kleine Raupe Nimmersatt alles, was mir schmeckte. Jedoch stets mit Blick auf Qualität. Quantität war noch nie ein Kompass für mich. Neugierig auf die Transformation, die ich machen würde. Denn die über lange Strecken konsumierte, geistige Vollwertkost müssten mir, einem dynamisch-lebendigen Menschen, den inneren Gegenpol geben können: Ruhe. Standfestigkeit. Stabilität? Genau so war es!

Das Studium als Vorbereitung für meinen Weg in die Selbständigkeit

Ich nutzte das Studium als Möglichkeit geistiges Kapital zu sichern. Denn ohne Inhalte, so schien mir, ist jeder Mensch irgendwann verloren und läuft Gefahr zu verwirken.

Gedachte Lösung: Als Unternehmerin müsste es doch möglich sein, etwas zu Be-wirken?!

Menschen zu Unternehmern oder/und zu mündigen, selbstbewussten Menschen zu machen, mit der Grundlage eines soliden Rhetorikwissens, das stets die Persönlichkeit des Einzelnen in den Mittelpunkt stellt und Mut zur eigenen Meinung und zum eigenen Denken macht. – Das wäre doch etwas wirklich Sinnvolles, Relevantes, Brauchbares auf dieser Welt.

So dachte ich damals. So denke ich noch heute. Doch inzwischen sehe ich eine andere Notwendigkeit:

  • Menschen stark zu machen von Innen heraus.
  • Unternehmen und Unternehmern konkret zu zeigen, wie Nachhaltigkeit in der Weiterbildung gelingt und wie Prozesse, Teams und Werte überlegt (Kopf!) und behutsam (Fingespitzengefühl) aufeinander abgestimmt werden können. Hierfür stelle ich vom Konzept (= 12 Etappenplan) bis zur Implementierung mich und und mein Know-How zur Verfügung. (Online-Offline-basiertes Lernen = effizientes Vorankommen!)
  • Formalismen nicht überbewerten – Inhalte (auch noch Unperfektes) in den Vordergrund rücken
  • Menschen zu Wachstum verhelfen
  • Menschen zu zeigen, wie sie zu sich Selbst finden und bei sich Selbst bleiben, trotz der enormen (Wissen)Informationsflut, die täglich auf uns alle einströmt.

Wer die Grundlagen der klassischen Rhetorik kennt, wer weiß, was Dialektik ist, hat ein Werkzeug, um starker Ablenkung entgegenzuwirken. Dieses Werkzeug Menschen an die Hand zu geben, damit sie sich nicht im Dschungel verirren oder sich gar täuschen lassen von “Puzzle-Teil-Verkäufern” oder von “lauten Schein-Heiligen”, sehe ich nun als meine Aufgabe an.

Was hierfür wichtig ist: Das Ausbalancieren von der eigenen Persönlichkeit, von mentaler Stärke und von Sicherheit, die von Innen kommen muss.

Gedanken, die mich nach wie vor antreiben:

  • etwas zu be-wirken auf dieser Welt
  • den eigenen Stärken zu folgen
  • fokussiert bleiben
  • keine Vergleiche zulassen, wenn es um die eigene Ausrichtung geht
  • Menschen Freude am Denken und Lernen zu vermitteln

All das ist für mich freudvoll und wertvoll. All das ist für mich kein “banaler Soft-Skill-Scheiss”, wie so manch eine Wirtschafts-Marionette hin und wieder es für sich formulieren mag. Für mich eine freudvolle Tätigkeit.

Ich bin froh dem Satz meiner Mutter gefolgt zu sein und hierfür bewusst die Weichen gestellt zu haben: “Geh wohin Dein Herz Dich trägt!” Seit 20 Jahren! Ein guter Rat! Eine gute und mutige Entscheidung!

Was wollen Sie leben? Vor welcher Entscheidung stehen Sie? In genau diesem Moment?